Eskrima - Beschreibung

Eskrima ist eine alte, hauptsächlich bewaffnete Kampfkunst der Maharlika, der Kriegerkaste Südostasiens. Diese wurden von Kindesbeinen in Poesie, Tanz, Geschichte, Philosophie und Kampf unterrichtet. Eskrima wird, wie die meisten südostasiatischen Kampfkünste, erst bewaffnet und später, nachdem der/die Schüler/-in fortgeschritten ist, unbewaffnet trainiert. Meistens kämpften die Maharlika entweder mit einem oder zwei Schwertern, sie waren aber auch im Umgang mit Messern, Speeren, Pfeil und Bogen sowie im Kampf mit zwei Waffen unterschiedlichen Typs geübt und konnten zudem auch unbewaffnet sich mit ihren Schlag-Tritt- und Ringkampf-Fähigkeiten beweisen.

Eskrima ist eine der seltenen Kampfkünste, deren Ausgangspunkt der Einsatz von Waffen ist. Die Waffe kann als Verlängerung des Körpers betrachtet werden und wird mit zunehmendem Können nicht mehr als Fremdkörper empfunden. Techniken gibt es z. B. für den Kampf mit Stöcken, Dolch oder ohne Waffen. Einige waffenlose Techniken zielen darauf ab, sich eine Waffe zu beschaffen, indem man dem Gegner seine Waffe entreißt.

Heute geht es im Eskrima-Training u. a. darum, verschiedene Aspekte des Waffenkampfes zu behandeln; Entwaffnungstechniken, sowie andere Möglichkeiten der Verteidigung gegen Angriffe mit und ohne Waffen gehören ebenso zum Repertoire wie letztlich auch die waffenlose Umsetzung der Kampfprinzipien und Strategien. Durch die Sicherheit im Umgang mit den unterschiedlichsten Gegenständen wie z. B. Kurz- und Langstock, Schwert und Messer wird das höchste Ziel erreicht: die Angst vor einem bewaffneten Gegner zu verlieren – denn selbst Dinge des täglichen Gebrauchs, wie Regenschirm oder sogar Kugelschreiber können wirkungsvoll als Waffe eingesetzt werden. Durch Benutzung eines Gegenstandes muss der Kraft und dem Gewicht des Gegners keine allzu große Bedeutung beigemessen werden – entscheidend ist die Geschicklichkeit im Umgang mit der Waffe.

Quelle: Wikipedia